Die Aktion „1000 Kinder zurück in die Schule ist eine Initiative der aktion hoffnung, der Aids-Seelsorge und der Schulabteilung im Bistum Augsburg in Kooperation mit dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger”, der Aidsseelsorge, der Caritas-Aids-Beratung und dem Schulreferat der Erzdiözese München-Freising mit Unterstützung durch Missio München.
 
 
       
Gottesdienst-Bausteine
Bausteine für Schule und Gemeinde als Download sowie weitere Informationen und Anregungen finden hier.
 
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Bausteine zur Gestaltung eines
Wortgottesdienstes/ Morgenkreises/ einer Früh- oder Spätschicht / Religionsstunden
 
   

Baustein 1:
Sprichwörter zum Thema Steine

 
·       Einen Stein ins Rollen bringen
·       Jemand hat ein versteinertes Gesicht
·       Der Stein des Anstoßes
·       Jemandem fällt ein Stein vom Herzen
·       Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen
·       Jemand ist steinalt
·       Stein und Bein schwören
·       Steinreich sein
·       Jemandem Steine statt Brot geben
·       Steter Tropfen höhlt den Stein
·       Ein Herz aus Stein haben
·       Es wird kein Stein auf dem anderen bleiben
·       Auf diese Steine können Sie bauen!
·       Mamor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe nicht

Aus: Schmitz, Gustav: Symbole - Urbilder des Lebens,
Urbilder des Glaubens. Lahn Verlag Limburg, Bd. 1, 1998.

 
 
Baustein 2:
Kyrierufe


Zu jedem Kyrieruf wird ein großer Stein auf ein dunkles Tuch vor den Altar/in die Mitte des Stuhlkreises gelegt.
 
1. Herr, manchmal sind wir wie Stein, wenn wir um uns eine Mauer bauen und die anderen abweisend behandeln.
Herr, erbarme dich.
2. Herr, manchmal sind wir wie Stein, wenn wir mit unseren spitzen Worten andere verletzen.
Christus, erbarme dich
3. Herr, manchmal sind wir wie Stein, wenn wir unsere Fehler anderen wie einen schweren Stein aufladen.
Herr, erbarme dich.
 
 
Baustein 3:
Gedanken zu Steinen

 
Es werden verschiedenste Arten von Steinen in die Mitte/auf den Altar gelegt/gezeigt. Bsp.: Kieselsteine, Flusssteine, Edelsteine, Glassteine, Backsteine, Schiffersteine, Ziegelsteine, etc.
 
Assoziationen zu den Steinen werden vorgelesen.
·       nützlich
·       stabil
·       sichernd
·       geben Schutz/Halt/Geborgenheit
·       ebnen Wege und ermöglichen Fortkommen
·       hart
·       kalt
·       spitz
·       rund
·       können verletzen
·       Waffen
·       Werkzeug
·       Steinzeit
·       Hindernis
·       vernichten
·       Schmuck
·       schön
·       schwer
·       klein
·       groß
·       sehr alt
·       ...
 
 
 
Baustein 4:
Geschichte


„Der Zauberstein”

Eines Tages kam ein Wanderer in ein Dorf. Er war lange unterwegs gewesen und hoffte in dem Dorf eine Unterkunft und ein Essen zu bekommen.
Der Wanderer hatte nach seiner langen Reise nichts mehr, als seine Kleider am Leib und einen kleinen Rucksack, der aber leer war.
Als er in das Dorf kam, klopfte er an die erste Türe und bat um einen Schlafplatz und um eine Mahlzeit. Die Frau aber sah den Mann, der ungewaschen und müde aussah und sagte: „Wir haben selber kaum etwas.“
So ging er zum nächsten Haus und fragte dort nach. Aber  hier schlug man ihm, noch bevor er seine Bitte gesagt hatte, die Türe vor der Nase zu.
Da setzte er sich an die Straße und überlegte.
Dann ging er zum nächsten Haus. Nun aber erzählte er, dass er ein Wanderer mit einem Zauberstein sei, der durch die Lande ziehe. Dabei hielt er einen großen Stein in den Händen. Er erklärte, dass dieser Stein ein wunderbares Essen kochen könne, aber nur, wenn er einen Topf mit heißem Wasser bekäme. Voller Neugier baten die Bewohner ihn in das Haus. Dort wurde ein Topf mit Wasser gefüllt und der Stein hineingelegt. Die Nachricht vom Zauberstein verbreitet sich schnell und so kamen bald viele Leute.
Da sagte der Wanderer: „Das Mahl wäre noch besser, wenn einer von euch einige Kartoffeln bringen könnte.“ Und sogleich lief einer los, denn man wollte ja auch von dem Zaubermahl haben. Da rief der Wanderer: „Als ich das letzte Mal ein Essen mit dem Zauberstein gekocht habe, war es wunderbar, denn ich habe noch etwas Fleisch und Gemüse dazu. Aber heute habe ich leider nur den Stein.“ Da gingen sogleich zwei Frauen davon und brachten Fleisch und Gemüse. Bald brodelte eine wohlriechende Suppe im Topf.
Der Wanderer aber rührte die Suppe und erzählte derweil von seinen Reiseerlebnissen. Viele waren nun gekommen, Alte und Junge, Kinder und Erwachsene.
Da bat der Wanderer um Teller und Löffel und teilte großzügig von der Suppe aus. Gespannt probierten die Leute und ein jeder lobte den besonderen Geschmack. Alle waren sich einig schon lange keine so gute Suppe mehr gegessen zu haben und ein jeder war fest davon überzeugt, dass dies am Zauberstein läge.
 
Der Wanderer aber saß in der Ecke und lächelte still vor sich hin. Er war zufrieden mit dem Mahl und wunderte sich darüber, was man mit einem einfachen Stein erreichen konnte. Seine Idee, den Zauberstein zu erfinden, machte ihn stolz. Der Stein hatte geschafft, was seine einfache Bitte nicht erreicht hatte.
Er war satt und zugleich waren die Menschen eine fröhliche Tischgemeinschaft, denn für dieses besondere Mahl hatte jeder gerne gegeben.
 
Der einfache Stein hat alles verändert.
Die Idee mit dem Zauberstein brachte die Menschen dazu zu teilen und zu geben und so wurden alle satt, ohne, dass jemand zu viel geben musste.
Der Stein hatte wirklich besondere Kräfte. Er konnte Begegnung, Versöhnung und Gemeinschaft schaffen, wo vorher Ablehnung, Neid und Egoismus war.

Quelle unbekannt

 
 
 
Baustein 5:
Gebet zur Geschichte:


Guter Gott,
du hast jedem von uns Fähigkeiten und Gaben geschenkt.
Die eine kann gut zuhören, der andere gut reden
Der eine ist gut im Turnen, die andere kann gut malen.
Eine kann die besten Kuchen backen und andere könne alles noch reparieren.
Einer kann gut Geschichten vorlesen und eine andere Spiele erfinden.
Einer ist der schnellste im Aufräumen und eine andere die beste Trösterin.
 
Keiner von uns kann alles und keiner von uns kann nichts.
Wir danken dir für alle unsere Fähigkeiten, die du uns mitgegeben hast und bitten dich, lass uns zum Wohle der anderen verschwenderisch damit umgehen.
 
Amen
 
 
 
Baustein 6:
Stilleübung - Erfahrungen mit einem Stein

 
Jede(r) SchülerIn hält einen Stein in der Hand.
 
Schließe deine Augen und fühle den Stein in der Hand. Fühle, wie schwer dein Stein ist. Lege ihn einmal oben auf deinen Handrücken. Lasse den Stein zwischen deinen beiden Händen wechseln und spüre die Schwere des Steines.
 
Wie ist die Temperatur deines Steines? Ist er kalt? Bleibt die Temperatur gleich oder fühlt sich dein Stein nun wärmer an als vorher?
 
Schaue den Stein mit deinen Händen an. Lasse die Augen geschlossen. Wie fühlt sich der Stein an? Ist er glatt oder rau? Hat er Vertiefungen oder Erhebungen? Gibt es spitze Stellen oder Rundungen?
 
Lasse deine Gedanken schweifen.
Woher kommt der Stein?
Lag er vielleicht auf einem Waldweg?
Oder ist er aus einem Fluss?
Gehört er zu einer Ruine?
Oder ist er aus einem Felsen herausgebrochen?
 
Mache langsam deine Augen wieder auf und sieh dir deinen Stein genau an.
 
 
 
Baustein 7:

Fürbitten


Für die Fürbitten werden ein Ziegelstein, ein Flussstein, ein Pflasterstein, ein Kieselstein, ein normaler Stein von einem Weg und ein Edelstein der Aktion benötigt. Diese Steine werden von je einer/einem SchülerIn zum Altar gebracht, bzw. in die Kreismitte gelegt.
 
 
1.     Wir bringen einen Ziegelstein, wie er zum Hausbauen verwendet wird und bitten für alle, die heimatlos geworden sind und durch Krieg, Naturkatastrophen oder persönliche Schicksalsschläge alles verloren haben.
Herr, schenke du ihnen Menschen, die für sie zur Heimat werden und ihnen wie ein Haus Schutz und Geborgenheit schenken.
 
2.     Wir bringen einen Flussstein und bitten für unsere Natur.
Herr, schenke uns offene Augen für die Schönheit deiner Schöpfung und lass uns sorgsam mit ihr umgehen.
 
3.     Wir bringen einen Pflasterstein, der oft als Waffe im Streit benutzt wird und bitten für alle, die Opfer von Gewalt und Konflikten sind.
Herr, gib du uns den Mut, Streit friedlich zu lösen und den Frieden zu suchen.
 
4.     Wir bringen einen Kieselstein, der auf einem Waldweg lag und bitten dich für alle Menschen, die auf ihrem Lebensweg gescheitert sind, die sich alleine gelassen fühlen oder Angst vor dem nächsten Schritt haben.
Herr, stell du ihnen Menschen an die Seite, die mit ihnen neue Wege entdecken und sie begleiten.
 
5.  Wir bringen einen Edelstein, als Zeichen der Solidarität mit den Kindern in Namibia.
Herr, stell du den Kindern Menschen an die Seite, die sie begleiten und ihnen eine Zukunft eröffnen.
 
 
 
Baustein 8:

Gesichte

 
Der glanzlose Stein
 
In einem Juwelierladen konnten zwei Freunde sich nicht satt genug an den Edelsteinen sehen. Sie staunten über die Vielfalt der Steine, über ihr Leuchten und Glitzern. Plötzlich aber stutzten sie. Vor ihnen lag ein gewöhnlicher Stein, matt und ohne Glanz. Wie kommt denn der hier her? Diese Frage hörte der Juwelier und sprach lächelnd: „Nehmen sie diesen Stein ein paar Augenblicke in die ihre Hand.“ Einer von den Freunden tat wie ihm geheißen. Als er später die Handfläche öffnete, strahlte der vorher glanzlose Stein in herrlichen Farben. Wie ist das möglich?
Der Fachmann wusste die Antwort:
„Das ist ein Opal, er braucht nur die Berührung mit einer warmen Hand, und schon zeigt er seine Farben und seinen Glanz. In der Wärme entzündet sich leise und lautlos sein Licht.
Dieser Stein ist ein tiefes Symbol für alles Gutsein und alles Zarte in unserem Leben. Es gibt so viele Menschen auf der Erde, arm und reich, klein und groß, gebildet und einfach, die alle nur die Berührung einer warmen Hand, eines lieben Wortes, einer kleinen Zärtlichkeit, einer wohlwollenden Geste, eines teilnehmenden Blickes, einer helfenden Tat bedürfen, um aufzustrahlen; im Licht der Freundlichkeit, um das Wunder der Zuneigung zu erfahren, um hell zu werden im Glanz einer leisen Begegnung.“

Quelle unbekannt
 
 
Buchtipp:
Ein sehr schönes und zum Thema gut passendes Bilderbuch ist:
„Mats und die Wundersteine“  von Markus Pfister.Nord-Süd-Verlag, ISBN 3-314-00780-9, Nord-Süd-Verlag, 15,80€.
 
Dieses Buch greift den Gedanken auf, dass man nur im gegenseitigen Geben und Nehmen miteinander auskommen kann.
Es ist sehr liebevoll gestaltet und gut für die Arbeit in Grundschulklassen geeignet.
 
 
 
Baustein 9:
Liedvorschläge


·       Ins Wasser fällt ein Stein
·       Wo ein Mensch Vertrauen gibt
·       Wenn jeder gibt was er hat
·       Wenn das Brot das wir teilen

alle aus: Troubadour für Gott. Neue Geistliche Lieder.
zu beziehen über den Buchhandel oder bei Kolping-Bildungswerk, Diözesanverband Würzburg, Sedanstr. 25, 97082 Würzburg
 
 
 
Zum Nachdenken
 
Ein Stein des Anstoßes...
Es ist nicht irgendein Stein, sondern ein wertvoller Stein aus Namibia. Er möchte von der Schönheit des Landes erzählen und zugleich an das Leid der Menschen dort Erinnern.

Ein Stein kommt ins Rollen...
Viele Menschen in Namibia leiden unter HIV und AIDS. Viele sind an dieser Krankheit bereits gestorben. Besonders betroffen sind junge Erwachsene. Viele davon haben Kinder, die sie zurücklassen müssen, ohne eine gesicherte Zukunftsperspektive.
 
Der Stein der Waisen...

Unsere Aktion hat gerade diese Kinder im Blick. Oft leiden sie nicht nur materiell, sonder auch seelisch unter dem Verlust der Eltern. Mit Ihrer Spende wolle wir ihnen eine Zukunftsperspektive eröffnen. Sie sollen Schulgeld, Kleidung und die nötige Verpflegung erhalten.
 
 
Zur Situation in Namibia

Namibia gehört zu den von HIV und AIDS am meisten betroffenen Ländern der Welt.
Innerhalb weniger Jahre stieg die Zahl der Aids-Waisen von 20.000 auf 70.000 an.
Die Catholic Aids Action kümmert sich nicht nur um die Betreuung Aids-Kranker, sondern
sie hat auch deren Angehörige und Hinterbliebenen im Blick.
Unter dem Mott „1000 Kinder zurück in die Schule“ versucht sie Aids-Waisen wieder ein Stück Normalität zu geben.
Die Aktion beinhaltet die Suche und Bezahlung eines Schulplatzes, sowie die materielle
 Ausstattung des Kindes durch Schulkleidung, Schulbedarf und Essen in der Suppenküche.
Außerdem sieht das Projekt eine psychologische Unterstützung der Waisen vor.
Auf diesem Weg soll den Kindern nach dem schmerzvollen Verlust der Eltern wieder
ein Weg in die Zukunft eröffnet werden, der ihnen Hoffnung und Lebensfreude schenkt.
Wenn Sie die Aktion unterstützen wollen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:
 
aktion Hoffnung
Gregor Uhl
Rechenbergstr. 12      
86833 Ettringen
Tel.: 08249/96 85 13
Fax: 08249/96 85 28
info@aktion-hoffnung.de
 
Aids-Seelsorge in der Diözese Augsburg
Claus Pfuff,
Judenberg 13,
86150 Augsburg
Tel.: 0821/51 87 60
Fax: 0821/32 90 315
 
Hauptabteilung Schulischer
Religionsunterricht/Sachbereich Schulpastoral
Kristin Roth
Hoher Weg 14
86152 Augsburg
Tel.: 0821/31 66 –558
Fax: 0821/31 66-549
Kristina.Roth@bistum-augsburg.de

Weitere Infos zum Thema Aids:
http://www.caa.org.na/index.htm
http://www.aktion-hoffnung.de/
http://www.bistum-augsburg.de/zeiten/krank/aids/index.html

Bei der aktion Hoffnung können ab März Dias zur Edelsteinaktion ausgeliehen werden.