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Baustein
1:
Sprichwörter zum Thema Steine
· Einen Stein ins
Rollen bringen
· Jemand hat ein
versteinertes Gesicht
· Der Stein des
Anstoßes
· Jemandem fällt
ein Stein vom Herzen
· Wer im Glashaus
sitzt, soll nicht mit Steinen werfen
· Jemand ist steinalt
· Stein und Bein
schwören
· Steinreich sein
· Jemandem Steine
statt Brot geben
· Steter Tropfen
höhlt den Stein
· Ein Herz aus
Stein haben
· Es wird kein
Stein auf dem anderen bleiben
· Auf diese Steine
können Sie bauen!
· Mamor, Stein
und Eisen bricht, aber unsere Liebe nicht
Aus: Schmitz, Gustav: Symbole - Urbilder des Lebens,
Urbilder des Glaubens. Lahn Verlag Limburg, Bd. 1, 1998.
Baustein 2:
Kyrierufe
Zu jedem Kyrieruf wird ein großer Stein auf ein dunkles
Tuch vor den Altar/in die Mitte des Stuhlkreises gelegt.
1. Herr, manchmal sind wir wie Stein, wenn wir um uns eine
Mauer bauen und die anderen abweisend behandeln.
Herr, erbarme dich.
2. Herr, manchmal sind wir wie Stein, wenn wir mit unseren
spitzen Worten andere verletzen.
Christus, erbarme dich
3. Herr, manchmal sind wir wie Stein, wenn wir unsere Fehler
anderen wie einen schweren Stein aufladen.
Herr, erbarme dich.
Baustein 3:
Gedanken zu Steinen
Es werden verschiedenste Arten von Steinen in die Mitte/auf
den Altar gelegt/gezeigt. Bsp.: Kieselsteine, Flusssteine,
Edelsteine, Glassteine, Backsteine, Schiffersteine, Ziegelsteine,
etc.
Assoziationen zu den Steinen werden vorgelesen.
· nützlich
· stabil
· sichernd
· geben Schutz/Halt/Geborgenheit
· ebnen Wege und
ermöglichen Fortkommen
· hart
· kalt
· spitz
· rund
· können verletzen
· Waffen
· Werkzeug
· Steinzeit
· Hindernis
· vernichten
· Schmuck
· schön
· schwer
· klein
· groß
· sehr alt
· ...
Baustein 4:
Geschichte
Der Zauberstein
Eines Tages kam ein Wanderer in ein Dorf. Er war lange unterwegs
gewesen und hoffte in dem Dorf eine Unterkunft und ein Essen
zu bekommen.
Der Wanderer hatte nach seiner langen Reise nichts mehr, als
seine Kleider am Leib und einen kleinen Rucksack, der aber
leer war.
Als er in das Dorf kam, klopfte er an die erste Türe
und bat um einen Schlafplatz und um eine Mahlzeit. Die Frau
aber sah den Mann, der ungewaschen und müde aussah und
sagte: Wir haben selber kaum etwas.
So ging er zum nächsten Haus und fragte dort nach. Aber
hier schlug man ihm, noch bevor er seine Bitte gesagt hatte,
die Türe vor der Nase zu.
Da setzte er sich an die Straße und überlegte.
Dann ging er zum nächsten Haus. Nun aber erzählte
er, dass er ein Wanderer mit einem Zauberstein sei, der durch
die Lande ziehe. Dabei hielt er einen großen Stein in
den Händen. Er erklärte, dass dieser Stein ein wunderbares
Essen kochen könne, aber nur, wenn er einen Topf mit
heißem Wasser bekäme. Voller Neugier baten die
Bewohner ihn in das Haus. Dort wurde ein Topf mit Wasser gefüllt
und der Stein hineingelegt. Die Nachricht vom Zauberstein
verbreitet sich schnell und so kamen bald viele Leute.
Da sagte der Wanderer: Das Mahl wäre noch besser,
wenn einer von euch einige Kartoffeln bringen könnte.
Und sogleich lief einer los, denn man wollte ja auch von dem
Zaubermahl haben. Da rief der Wanderer: Als ich das
letzte Mal ein Essen mit dem Zauberstein gekocht habe, war
es wunderbar, denn ich habe noch etwas Fleisch und Gemüse
dazu. Aber heute habe ich leider nur den Stein. Da gingen
sogleich zwei Frauen davon und brachten Fleisch und Gemüse.
Bald brodelte eine wohlriechende Suppe im Topf.
Der Wanderer aber rührte die Suppe und erzählte
derweil von seinen Reiseerlebnissen. Viele waren nun gekommen,
Alte und Junge, Kinder und Erwachsene.
Da bat der Wanderer um Teller und Löffel und teilte großzügig
von der Suppe aus. Gespannt probierten die Leute und ein jeder
lobte den besonderen Geschmack. Alle waren sich einig schon
lange keine so gute Suppe mehr gegessen zu haben und ein jeder
war fest davon überzeugt, dass dies am Zauberstein läge.
Der Wanderer aber saß in der Ecke und lächelte
still vor sich hin. Er war zufrieden mit dem Mahl und wunderte
sich darüber, was man mit einem einfachen Stein erreichen
konnte. Seine Idee, den Zauberstein zu erfinden, machte ihn
stolz. Der Stein hatte geschafft, was seine einfache Bitte
nicht erreicht hatte.
Er war satt und zugleich waren die Menschen eine fröhliche
Tischgemeinschaft, denn für dieses besondere Mahl hatte
jeder gerne gegeben.
Der einfache Stein hat alles verändert.
Die Idee mit dem Zauberstein brachte die Menschen dazu zu
teilen und zu geben und so wurden alle satt, ohne, dass jemand
zu viel geben musste.
Der Stein hatte wirklich besondere Kräfte. Er konnte
Begegnung, Versöhnung und Gemeinschaft schaffen, wo vorher
Ablehnung, Neid und Egoismus war.
Quelle
unbekannt
Baustein 5:
Gebet zur Geschichte:
Guter Gott,
du hast jedem von uns Fähigkeiten und Gaben geschenkt.
Die eine kann gut zuhören, der andere gut reden
Der eine ist gut im Turnen, die andere kann gut malen.
Eine kann die besten Kuchen backen und andere könne alles
noch reparieren.
Einer kann gut Geschichten vorlesen und eine andere Spiele
erfinden.
Einer ist der schnellste im Aufräumen und eine andere
die beste Trösterin.
Keiner von uns kann alles und keiner von uns kann nichts.
Wir danken dir für alle unsere Fähigkeiten, die
du uns mitgegeben hast und bitten dich, lass uns zum Wohle
der anderen verschwenderisch damit umgehen.
Amen
Baustein 6:
Stilleübung - Erfahrungen mit einem Stein
Jede(r) SchülerIn hält einen Stein in der Hand.
Schließe deine Augen und fühle den Stein in der
Hand. Fühle, wie schwer dein Stein ist. Lege ihn einmal
oben auf deinen Handrücken. Lasse den Stein zwischen
deinen beiden Händen wechseln und spüre die Schwere
des Steines.
Wie ist die Temperatur deines Steines? Ist er kalt? Bleibt
die Temperatur gleich oder fühlt sich dein Stein nun
wärmer an als vorher?
Schaue den Stein mit deinen Händen an. Lasse die Augen
geschlossen. Wie fühlt sich der Stein an? Ist er glatt
oder rau? Hat er Vertiefungen oder Erhebungen? Gibt es spitze
Stellen oder Rundungen?
Lasse deine Gedanken schweifen.
Woher kommt der Stein?
Lag er vielleicht auf einem Waldweg?
Oder ist er aus einem Fluss?
Gehört er zu einer Ruine?
Oder ist er aus einem Felsen herausgebrochen?
Mache langsam deine Augen wieder auf und sieh dir deinen Stein
genau an.
Baustein 7:
Fürbitten
Für die Fürbitten werden ein Ziegelstein, ein Flussstein,
ein Pflasterstein, ein Kieselstein, ein normaler Stein von
einem Weg und ein Edelstein der Aktion benötigt. Diese
Steine werden von je einer/einem SchülerIn zum Altar
gebracht, bzw. in die Kreismitte gelegt.
1. Wir bringen einen Ziegelstein,
wie er zum Hausbauen verwendet wird und bitten für alle,
die heimatlos geworden sind und durch Krieg, Naturkatastrophen
oder persönliche Schicksalsschläge alles verloren
haben.
Herr, schenke du ihnen Menschen, die für sie zur Heimat
werden und ihnen wie ein Haus Schutz und Geborgenheit schenken.
2. Wir bringen einen Flussstein und
bitten für unsere Natur.
Herr, schenke uns offene Augen für die Schönheit
deiner Schöpfung und lass uns sorgsam mit ihr umgehen.
3. Wir bringen einen Pflasterstein,
der oft als Waffe im Streit benutzt wird und bitten für
alle, die Opfer von Gewalt und Konflikten sind.
Herr, gib du uns den Mut, Streit friedlich zu lösen und
den Frieden zu suchen.
4. Wir bringen einen Kieselstein,
der auf einem Waldweg lag und bitten dich für alle Menschen,
die auf ihrem Lebensweg gescheitert sind, die sich alleine
gelassen fühlen oder Angst vor dem nächsten Schritt
haben.
Herr, stell du ihnen Menschen an die Seite, die mit ihnen
neue Wege entdecken und sie begleiten.
5. Wir bringen einen Edelstein, als Zeichen der Solidarität
mit den Kindern in Namibia.
Herr, stell du den Kindern Menschen an die Seite, die sie
begleiten und ihnen eine Zukunft eröffnen.
Baustein 8:
Gesichte
Der glanzlose Stein
In einem Juwelierladen konnten zwei Freunde sich nicht satt
genug an den Edelsteinen sehen. Sie staunten über die
Vielfalt der Steine, über ihr Leuchten und Glitzern.
Plötzlich aber stutzten sie. Vor ihnen lag ein gewöhnlicher
Stein, matt und ohne Glanz. Wie kommt denn der hier her? Diese
Frage hörte der Juwelier und sprach lächelnd: Nehmen
sie diesen Stein ein paar Augenblicke in die ihre Hand.
Einer von den Freunden tat wie ihm geheißen. Als er
später die Handfläche öffnete, strahlte der
vorher glanzlose Stein in herrlichen Farben. Wie ist das möglich?
Der Fachmann wusste die Antwort:
Das ist ein Opal, er braucht nur die Berührung
mit einer warmen Hand, und schon zeigt er seine Farben und
seinen Glanz. In der Wärme entzündet sich leise
und lautlos sein Licht.
Dieser Stein ist ein tiefes Symbol für alles Gutsein
und alles Zarte in unserem Leben. Es gibt so viele Menschen
auf der Erde, arm und reich, klein und groß, gebildet
und einfach, die alle nur die Berührung einer warmen
Hand, eines lieben Wortes, einer kleinen Zärtlichkeit,
einer wohlwollenden Geste, eines teilnehmenden Blickes, einer
helfenden Tat bedürfen, um aufzustrahlen; im Licht der
Freundlichkeit, um das Wunder der Zuneigung zu erfahren, um
hell zu werden im Glanz einer leisen Begegnung.
Quelle unbekannt
Buchtipp:
Ein sehr schönes und zum Thema gut passendes Bilderbuch
ist:
Mats und die Wundersteine von Markus Pfister.Nord-Süd-Verlag,
ISBN 3-314-00780-9, Nord-Süd-Verlag, 15,80€.
Dieses Buch greift den Gedanken auf, dass man nur im gegenseitigen
Geben und Nehmen miteinander auskommen kann.
Es ist sehr liebevoll gestaltet und gut für die Arbeit
in Grundschulklassen geeignet.
Baustein 9:
Liedvorschläge
· Ins Wasser fällt
ein Stein
· Wo ein Mensch
Vertrauen gibt
· Wenn jeder gibt
was er hat
· Wenn das Brot
das wir teilen
alle aus: Troubadour für Gott. Neue Geistliche Lieder.
zu beziehen über den Buchhandel oder bei Kolping-Bildungswerk,
Diözesanverband Würzburg, Sedanstr. 25, 97082 Würzburg
Zum Nachdenken
Ein Stein des Anstoßes...
Es ist nicht irgendein Stein, sondern ein wertvoller Stein
aus Namibia. Er möchte von der Schönheit des Landes
erzählen und zugleich an das Leid der Menschen dort Erinnern.
Ein Stein kommt ins Rollen...
Viele Menschen in Namibia leiden unter HIV und AIDS. Viele
sind an dieser Krankheit bereits gestorben. Besonders betroffen
sind junge Erwachsene. Viele davon haben Kinder, die sie zurücklassen
müssen, ohne eine gesicherte Zukunftsperspektive.
Der Stein der Waisen...
Unsere Aktion hat gerade diese Kinder im Blick. Oft leiden
sie nicht nur materiell, sonder auch seelisch unter dem Verlust
der Eltern. Mit Ihrer Spende wolle wir ihnen eine Zukunftsperspektive
eröffnen. Sie sollen Schulgeld, Kleidung und die nötige
Verpflegung erhalten.
Zur Situation in Namibia
Namibia gehört zu den von HIV und AIDS am meisten betroffenen
Ländern der Welt.
Innerhalb weniger Jahre stieg die Zahl der Aids-Waisen von
20.000 auf 70.000 an.
Die Catholic Aids Action kümmert sich nicht nur um die
Betreuung Aids-Kranker, sondern
sie hat auch deren Angehörige und Hinterbliebenen im
Blick.
Unter dem Mott 1000 Kinder zurück in die Schule
versucht sie Aids-Waisen wieder ein Stück Normalität
zu geben.
Die Aktion beinhaltet die Suche und Bezahlung eines Schulplatzes,
sowie die materielle
Ausstattung des Kindes durch Schulkleidung, Schulbedarf
und Essen in der Suppenküche.
Außerdem sieht das Projekt eine psychologische Unterstützung
der Waisen vor.
Auf diesem Weg soll den Kindern nach dem schmerzvollen Verlust
der Eltern wieder
ein Weg in die Zukunft eröffnet werden, der ihnen Hoffnung
und Lebensfreude schenkt.
Wenn Sie die Aktion unterstützen wollen stehen Ihnen
folgende Ansprechpartner zur Verfügung:
aktion Hoffnung
Gregor Uhl
Rechenbergstr. 12
86833 Ettringen
Tel.: 08249/96 85 13
Fax: 08249/96 85 28
info@aktion-hoffnung.de
Aids-Seelsorge in der Diözese Augsburg
Claus Pfuff,
Judenberg 13,
86150 Augsburg
Tel.: 0821/51 87 60
Fax: 0821/32 90 315
Hauptabteilung Schulischer
Religionsunterricht/Sachbereich Schulpastoral
Kristin Roth
Hoher Weg 14
86152 Augsburg
Tel.: 0821/31 66 558
Fax: 0821/31 66-549
Kristina.Roth@bistum-augsburg.de
Weitere Infos zum Thema Aids:
http://www.caa.org.na/index.htm
http://www.aktion-hoffnung.de/
http://www.bistum-augsburg.de/zeiten/krank/aids/index.html
Bei der aktion Hoffnung können ab März Dias zur
Edelsteinaktion ausgeliehen werden.
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