 |
| |
| |
|
| |
|
| |
Die
Aktion 1000 Kinder zurück
in die Schule
ist eine Initiative der aktion hoffnung, der Aids-Seelsorge
und der Schulabteilung im Bistum Augsburg in Kooperation
mit dem Kindermissionswerk Die Sternsinger,
der Aidsseelsorge, der Caritas-Aids-Beratung und dem Schulreferat
der Erzdiözese München-Freising mit Unterstützung
durch Missio München. |
|
| |
|
|
| |
|
|
|
Das
Projekt:
Hilfe für Aids-Waisenkinder
in Namibia
Ein Kind wird geboren
Wenn ein Kind geboren wird, ist das fast immer ein
tolles Ereignis. Die Eltern werden von den Freunden
und Verwandten beglückwünscht. Alle hoffen,
dass das Kind ein langes und spannendes Leben vor
sich hat. Man wünscht dem neuen Erdenbürger
Glück auf dem Lebensweg und vor allem gute
Gesundheit.
Aids die tödliche Krankheit
In dem riesigen südafrikanischen Land Namibia
dauert die Freude über ein Neugeborenes leider
oft nicht lange. Namibia ist eines der vier am schlimmsten
von der Aids-Epidemie betroffenen Länder. Fast
jede fünfte Person zwischen 15 und 49 Jahren
ist mit dem HI-Virus infiziert. Wer mit dem Virus
infiziert ist, ist nicht auch sofort erkrankt. Sein
Immunsystem ist geschwächt. Auf die Dauer ist
der Körper eines Menschen mit einer HIV-Infektion
aber nur unter großen Schwierigkeiten und
später kaum noch oder gar nicht mehr in der
Lage, Infektionen abzuwehren. Der Mensch leidet
dann an der tödlichen Krankheit Aids. Gegen
das HI-Virus gibt es derzeit keine Impfung. Aids
lässt sich zwar durch spezielle Medikamente
behandeln, aber nicht heilen.
Aids in Namibia
In Namibia bedeutet eine HIV-Infektion fast immer
Tod. Die meisten Menschen in Namibia wissen nicht,
dass sie das Virus in sich tragen. Darum geben sie
die Krankheit unbeabsichtigt an andere weiter. Jede
fünfte Mutter in Namibia ist mit dem HI-Virus
infiziert ist. Das bedeutet, dass die Babys dieser
Mütter in großer Gefahr stehen, während
der Geburt oder später mit der Muttermilch
mit dem Virus in Kontakt zu kommen. Fast jedes zweite
Kind einer Mutter, die HIV-positiv ist, wird angesteckt.
Ein infiziertes Kind wird leider nicht sehr alt.
Meist wird es sterben, wenn es fünf oder sechs
Jahre alt ist. Es gibt ein sogar preiswertes
Medikament, das die Übertragung des
Aids-Virus von der Mutter auf das Kind weit gehend
verhindert. Leider hat das Gesundheitsministerium
in Namibia noch nicht genehmigt, dass das Medikament
genutzt werden darf. Aber nicht nur viele kleine
Kinder sterben in Namibia an Aids. In den letzten
sechs Jahren haben etwa 75.000 Kinder im Land ihre
Eltern an Aids sterben sehen. Sie haben gesehen,
wie sie gelitten haben, haben oft versucht sie zu
pflegen, sie zu betreuen und konnten ihnen letztlich
doch nicht helfen. In ganz Namibia, das mehr als
doppelt so groß ist wie die Bundesrepublik
Deutschland, in dem mit ungefähr 1,8 Millionen
Einwohner aber nur so viele Menschen leben wie in
Hamburg, hat in dieser Zeit jedes zehnte Kind seine
Eltern verloren. Hoffnung, dass sich die Zahl der
Waisenkinder verringert, gibt es zur Zeit nicht.
Was wird aus den elternlosen Kindern?
Es ist alte Tradition in Namibia, dass ein Kind,
das seine Eltern verloren hat, nicht in ein Waisenhaus
gegeben, sondern von den Großeltern oder Onkel
und Tante aufgenommen wird. Dort wird dann für
das Waisenkind gesorgt. Aber in einem Land, in dem
so viele Kinder ihre Eltern verloren haben, sind
die Familien restlos überfordert. Viele Großeltern
versuchen zwar, für ihre Enkelkinder zu sorgen.
Aber oft haben sie nur eine kleine Rente (vielleicht
35 Euro im Monat). Wie soll es ihnen da gelingen,
dass alle Kinder genügend und regelmäßig
zu essen bekommen, etwas zum Anziehen haben, das
Schulgeld, die Schulmaterialien und die Schuluniformen
bezahlt werden können?
Besonders schlimm wird die Situation der Aidswaisen,
wenn es keine Verwandten gibt, die sich um sie kümmern
können oder wollen. Dann sind die Kinder ganz
auf sich allein gestellt. Daher gibt es immer mehr
Kinderfamilien im Land. Das bedeutet, dass die älteren
Geschwister für die jüngeren die Rolle
der Eltern übernehmen und versuchen, die Familie
so gut es geht am Leben zu erhalten. In der Regel
gehen die älteren Kinder dann nicht mehr zur
Schule, sondern versuchen, mit Gelegenheitsarbeiten
Geld zu verdienen, um wenigstens den jüngeren
eine Bildungschance zu bieten. In einem Land, in
dem fast jeder zweite arbeitslos ist, ist ihr Weg
in Kriminalität und Prostitution leider oft
nicht mehr weit.
Der Projektpartner vor
Ort
Im Sommer 1998 hat die katholische Kirche von Namibia
die Catholic Aids Action (CAA) gestartet. In den
katholischen Kirchen, Schulen und Gemeinden wurde
ein Programm gestartet, dessen wichtigste Botschaft
heißt: Aids ist ein Krankheit, keine
Sünde. Ziel des Programms ist es, den
Kranken und Familien das Bewusstsein zu vermitteln,
dass sie trotz ihrer Krankheit von Gott geliebt
sind. Denn wer in Namibia an Aids erkrankt ist,
wird oft ausgestoßen. Die Pflege der Kranken,
die Betreuung der Familien und die Sorge um die
Waisenkinder sind wesentlich für das Programm.
Dies wird ehrenamtlichen Mitarbeitern in umfassender
Weise nahe gebracht. Im Moment werden 2.000 Kranke
regelmäßig versorgt und betreut. Ein
entscheidender Teil des Programms ist aber, dass
vor allem die Jugendlichen aufgeklärt und ihnen
die Werte treuer Partnerschaft vermittelt werden.
Dazu werden ältere Jugendliche ausgebildet,
die mit jüngeren in zehn Doppelstunden intensive
Gespräche führen. Am Ende gibt es ein
T-Shirt, dass die Jugendlichen darin erinnert, dass
sie selbst über ihr Leben entscheiden können.
Projekt Suppenküchen
Neben der sozialen und medizinischen Betreuung der
Kranken und ihrer Familien spielt die Ernährung
der Menschen im Kampf gegen Aids eine große
Rolle. Bei schlecht ernährten Menschen, die
HIV-positiv sind, bricht die Krankheit nämlich
wesentlich schneller aus als bei gut ernährten.
Die Armut der Bevölkerung vor allem in den
Slums der großen Städte ist aber so groß,
dass CAA zunächst in Windhoek, im Slumgebiet
Katatura begonnen hat, eine Suppenküche im
Aidszentrum einzurichten. Hier erhalten täglich
100 besonders Bedürftige eine nahrhafte Suppe.
Die nötigen Lebensmittel dazu werden gespendet.
Im Aidszentrum in Keetmanshoop soll eine solche
Suppenküche eingerichtet werden.
Waisenkinder in die Schulen
Wichtig für die Zukunft der Aidswaisen von
Namibia ist, dass sie wieder in die Schule gehen
können. In Namibia herrscht Schulpflicht vom
sechsten bis zum 16. Lebensjahr. Etwa 8.000 Waisen
sind bei CAA als besonders bedürftig registriert
worden und erhalten aus einem Notfonds Hilfen, damit
Schulsachen, Schulgebühren und Schulkleidung
gezahlt werden können. Aber in Namibia sind
erst nach der Selbstständigkeit von südafrikanischer
Treuhandverwaltung im Jahr 1990 mehr Schulen gebaut
worden. Jetzt sind die Schulen voll. Darum wollen
viele Schulen die Aidswaisen nicht aufnehmen. Aber
die Verantwortlichen von CAA unter Führung
von Sr. Dr. Raphaela Händler setzen sich ganz
persönlich für jedes Kind in der Schule
ein, um ihnen die Chance für eine gelingende
Zukunft zu geben.
Spendenkonten:
Kindermissionswerk Die
Sternsinger
Verwendungszweck: Edelsteinaktion
Konto-Nr.: 1 031 bei der
Pax-Bank eG, Aachen,
BLZ 370 601 93
Spendenformular
oder
aktion
hoffnung
Verwendungszweck: Edelsteinaktion
Konto-Nr.:
800 1432 00 bei der
Liga Bank Augsburg
BLZ 750 903 00
Spendenformular
Download Projektbeschreibung"
als PDF-Dokument (256 KB)
... nach oben |
|
 |
| |
| Download
Projektbeschreibung" als PDF-Dokument
(256 KB) |
| |
 |
| |
 |
| |
 |
|
|
| |
|
|
|
|
|
| |
|